2. Juni 2020 / Sport in Gütersloh

Parkour-Anlage ist wieder geöffnet

Das Parkour-Camp muss leider ausfallen

Parkour-Sport in Gütersloh

Die gute Nachricht: Die Parkour-Anlage an der dritten Gesamtschule steht wieder für den Sport zur Verfügung und kann genutzt werden. Die schlechte in Corona-Zeiten: Das jährliche Parkour-Camp, das im Sommer dort stattfindet und Traceure aus ganz Deutschland und aus dem Ausland auf die Gütersloher Anlage zieht, muss in diesem Jahr ausfallen.

Auch für dieses Jahr waren die Planungen der über 40 Ehrenamtlichen mit dem Leiter des Parkour-Projektes der Stadt Gütersloh, Claus-Peter Mosner vom Fachbereich Schule und Jugend, bereits in vollem Gange, als die Coronamaßnahmen alle Aktivitäten rund um das Parkour-Training und die bewegungsfreudige und kreative Szene unerwartet zum Stillstand zwangen. „Corona hat uns alle kalt im Sprung erwischt. Niemand hätte erwartet, dass wir als Gesellschaft einmal einem so schnellen Ausnahmezustand und Handlungsdruck unterliegen, der uns so einschränkt und bewusst macht, wie verletzlich wir sind, sagt Mosner.

Gleichzeitig zeige sich in diesem Ausnahmezustand aber auch wieder, wozu die Jugendlichen fähig sind: „Nämlich zu Solidarität, Mitgefühl, uneigennütziger Hilfsbereitschaft und besonders die Fähigkeit kreative neue Wege zu finden, wie wir es im Parkour lernen und vorleben,“ sagt der Erziehungswissenschaftler Mosner.

In Bezug auf die Unsicherheit die Corona in den ersten Wochen mit sich brachte, habe man bewusst erst einmal abgewartet, welche Anordnungen insbesondere in NRW erfolgen, um nicht voreilig Entscheidungen zu treffen. „Wir hatten stets die Hoffnung, dass wir das Event kurzfristig organisieren und durchführen können, sagt Mosner. Aber leider mussten wir letztlich erkennen, dass eine solche Großveranstaltung aufgrund der Vielfalt von Einschränkungen in diesem Jahr nicht durchführbar sein wird.“

Die Traceure lassen sich aber davon nicht unterkriegen. „Wir planen schon Alternativen dazu und werden auch unter den gegebenen Umständen wieder zeigen, dass ein flexibler kreativer Geist immer Wege findet, sich zu verwirklichen und die Umstände für sich zu nutzen.“ Positiv in diesen Zeiten ist, dass die Parkour-Anlage im öffentlichen Raum wieder zur Verfügung steht, nachdem in den Wochen des Stillstands der Belag noch einmal optimiert wurde. 

Eins ist aber sicher, unterstreicht Claus-Peter Mosner: Trotz all der digitalen Chancen und Angebote die insgesamt durch Corona beflügelt und erprobt werden, sei man froh, wenn man sich spätestens beim Parkour-Camp 2021 ganz persönlich und analog wieder sehen wird.

Informationen zu Parkour in Gütersloh unter: pkgt.de oder www.parkour-camp.de 

Foto: Stadt Gütersloh

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