28. Februar 2024 / Stadt Gütersloh

„Höchste Zeit“ für das Internationale Frauenfrühstück

Mehr als 200 Frauen folgen der Einladung der städtischen Gleichstellungsstelle.

Veröffentlicht am 28. Februar 2024 um 09:04 Uhr von Stadt Gütersloh

Mehr als 200 Frauen folgen der Einladung der städtischen Gleichstellungsstelle.

Vier Jahre ohne Frühstück, das ist kaum auszuhalten. Daher war die Resonanz überwältigend, als die Gütersloher Gleichstellungsstelle nach langer Corona-Pause jetzt wieder zum Internationalen Frauenfrühstück in die Weberei eingeladen hatte. Mehr als 200 Frauen folgten am heutigen Dienstag dem Aufruf. Viele von ihnen kamen mit Schüsseln, Platten, Töpfen und Kuchenblechen – denn das ist gelebte Tradition seit fast 30 Jahren: Die Gäste sorgen fürs Büfett.

Das Ergebnis sind Tische, die sich unter den internationalen Köstlichkeiten biegen: süßes Dattelgebäck neben Westfälischem Pickert, Kichererbseneintopf neben „afghanischem Brot im Topf“, Kartoffeln mit Sauerkraut und einer Lauch-Quiche – alles liebevoll angerichtet für ein Frühstück, das gern bis mittags dauern darf. Mittendrin Inge Trame, die Gütersloher Gleichstellungsbeauftragte, umgeben von zahlreichen Helferinnen, die für die Logistik sorgen. Frauen aller Altersgruppen sind gekommen. Viele junge Kinder sind dabei. Einige davon gehören zur Gruppe „Rockzipfel“, die seit neun Jahren unter der engagierten Leitung von Meryem Neitemann geflüchteten Frauen und ihren Kindern einen Ort bietet, an dem sie im fremden Land ankommen und sich eingewöhnen können. Sie eröffnen in diesem Jahr mit einem Song das Frauenfrühstück und überraschen Inge Trame, die kürzlich einen runden Geburtstag feierte, mit einem Kuchen.

Das Internationale Frauenfrühstück, das 1995 zum ersten Mal stattfand, steht traditionsgemäß auch für den Beginn der Veranstaltungsreihe zum Weltfrauentag am 8. März. Darauf verwies Inge Trame in ihrer Begrüßung mit Verweis auf das diesjährige Motto „Höchste Zeit… für mich“: „Es war nach vier Jahren tatsächlich höchste Zeit, dass wir uns hier wieder zum gemeinsamen Frühstück treffen.“ Sie lud die Frauen auch zur Teilnahme an einem Projekt ein, mit dem die Gleichstellungsstelle das Stadtjubiläum im kommenden Jahr bereichern will: 200 Jahre Gütersloh mit Foto-Porträts von 200 Gütersloherinnen, die sagen, warum sie gern hier leben. Fotografin Randi Blomberg hatte dazu in einem Nebenraum der Weberei ein kleines Studio improvisiert, wo sie bereits eine erfreuliche Anzahl an Fotos und Statements sammeln konnte.

Dass das Internationale Frauenfrühstück mehr ist als Essen und Trinken, nämlich Gespräch, Kennenlernen und Gemeinschaft, davon durfte sich Güterslohs stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Hollenhorst überzeugen. Für sie sei das eine „Premiere“, gab sie zu, zeigte sich begeistert von der großen Resonanz und erinnerte daran, dass in Gütersloh fast 16.000 Menschen aus mehr als 120 Ländern und Regionen in Gütersloh leben, darunter eben auch viele Frauen und Kinder. Grüße überbrachte auch der Integrationsbeauftragte der Stadt, Frank Mertens, der außerdem Infomaterial mitgebracht hatte und als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung stand.

Zum Organisationsteam gehört neben Inge Trames Kollegin Katharina Schellong aus der städtischen Gleichstellungsstelle auch Bettina Müller-Maiweg von der Arbeitslosenselbsthilfe (ash). Dort hat man ebenfalls die verbindende Wirkung des gemeinsamen Essens entdeckt. Deshalb gehört zum Weltfrauentag-Programm in diesem Jahr ein weiteres „Info-Frühstück“ für Frauen an der Vollrath-Müller-Straße am Freitag, 8. März, um das Angebot der ash kennenzulernen. Die Frauenberatungsstelle an der Münsterstraße 17 wiederum lädt für Donnerstag, 7. März, zum Frauenfrühstück ein.

Das ganze Programm zum Weltfrauentag gibt es unter www.gleichstellung.guetersloh.de.

Quelle: Stadt Gütersloh - hier Original öffnen (www.guetersloh.de)

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