5. Mai 2020 / Aktuell

Tag 1 der „neuen Normalität“ im Rathaus

Wie verlief die Wiedereröffnung?

Rathaus Gütersloh

Tag 1 nach der Wiedereröffnung im Rathaus war lebhaft, aber ohne besondere Vorkommnisse. Die Bürger und Bürgerinnen nutzten vor allem die Möglichkeiten der Terminvereinbarung mit den Fachbereichen. „Offensichtlich sind die Informationen, die wir dazu im Vorfeld veröffentlicht haben, bei den Adressaten angekommen,“ sagt Carsten Schlepphorst, Leiter des Fachbereichs Organisation und Personal. „Klassische“ Anliegen wie Beantragung oder Verlängerung der Ausweispapiere oder Anfragen, die die Ausländerstelle betrafen, machen den Hauptanteil aus. Um die neuen Regeln des Besuchs im Rathaus – nur nach Terminvereinbarung, Klärung der Anliegen per Telefon oder im Mailverkehr, Nutzung des Bürgerportals – zu erklären, standen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung im eigens aufgebauten Zelt vor dem Eingang bereit. Das Zelt wiederum soll bis auf weiteres verhindern, dass Bürger und Bürgerinnen „vor der Tür“ stehen, denn auch an der Infotheke im Rathaus soll zu enger Kontakt vermieden werden.
 
Die Änderungen im Rathaus-Besucherverkehr sind aktuell den Abstands- und Hygienevorgaben aus der Corona-Schutzverordnung geschuldet. So ist auch Mundschutz beim Besucherkontakt für alle Beteiligten Pflicht. Auch das, so die Bilanz des ersten Tages, ist von den Besuchern und Besucherinnen konsequent eingehalten worden, so dass nur ganz selten die für den Notfall bereitgestellten Masken eingesetzt werden mussten. 
 
Um eine möglichst zügige Öffnung gewährleisten zu können, ist das Provisorium mit Zelt und Counter im Eingang in den nächsten Wochen Praxis beim Besucherverkehr. Bereits im Juni soll aber ein Besucherzentrum eingerichtet sein, so dass der komplette Besucherverkehr im Erdgeschoss stattfinden kann – dort, wo bisher die Ausländerstelle und das Bürgerbüro waren. Das heißt: Besucher mit Termin werden von dem jeweiligen Sachbearbeiter oder der Sachbearbeiterin empfangen und an einen komplett digital ausgestatteten Besucherplatz mitgenommen, wo das Anliegen bearbeitet wird. Abstands- und Hygieneregeln sind natürlich auch hier berücksichtigt.
 
Für die Neuordnung waren einige räumliche Veränderungen nötig. So werden die Büros der Ausländerstelle in den vierten Stock des Rathauses verlegt. Dafür ziehen die Kollegen und Kolleginnen des städtischen Gebäudemanagements (Hochbau), die nicht so sehr in den „klassischen“ Besucherverkehr eingebunden sind, in einen Neubau Am Anger, den die Stadt nun für zunächst drei Jahre anmieten wird. Dazu hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Immobilienwirtschaft am Donnerstag (30.4.) einstimmig seine Zustimmung gegeben. 
 
Auch über „Corona“ hinaus soll sich die neue Struktur im Rathaus weiter entwickeln. Corona habe dazu geführt, aus der „Not eine Tugend“ zu machen, sagt Schlepphorst: „ Ziel ist es, die positiven Aspekte in die Zeit nach Corona zu überführen. Von zahlreichen Dienstleistungen ist vieles ohne einen Gang ins Rathaus lösbar. Genau deshalb setzen wir auf die Vorteile für die Bürger, von zuhause aus alles, was möglich ist, per Telefon, Mail oder über das Bürgerportal zu erledigen. Nach wie vor gibt es aber auch weiterhin Anliegen, für die ein persönliches Erscheinen erforderlich ist. Durch die Terminvereinbarung lässt sich der Aufenthalt im Rathaus jedoch sehr gut planen und erfolgt quasi ohne Wartezeiten.“ Den Betrieb in der neuen Form werde man nun schrittweise „hochfahren“,  dabei die nötigen Erfahrungen zu den räumlichen Kapazitäten sammeln und prüfen, wie sich das neue System im Alltag bewährt.

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