Gütersloh (gpr). Eigentlich würden Chiara Fissenewert (21) und Christoph Altewischer (20), beide im ersten Ausbildungsjahr zum Notfallsanitäter bei der Berufsfeuerwehr Gütersloh, momentan im Studieninstitut Westfalen Lippe für Medizin und Rettungswesen in Bielefeld sitzen und einen Theorieblock ihrer Ausbildung absolvieren. Von den Schulschließungen zur Vorbeugung der Ausbreitung des Corona-Virus ist jedoch auch der Berufsschulunterricht der Auszubildenden betroffen. Deshalb unterstützen die beiden angehenden Notfallsanitäter jetzt außerplanmäßig ihre Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst und lernen den Theorieteil nun ganz konkret in der Praxis kennen.
„Zur Notfallsanitäter-Ausbildung gehört der dreimonatige Abschnitt, in dem die Auszubildenden zunächst zu Rettungssanitätern ausgebildet werden“, erklärt Andreas Pollmeier, Abteilungsleiter Rettungsdienst bei der Berufsfeuerwehr Gütersloh. „Mit diesem Abschluss sind sie bereits befugt, einen Krankenwagen zu fahren.“ Und so kommt es, dass Chiara Fissenewert und Christoph Altewischer mit dem Krankenwagen für die Krankentransporte in Gütersloh zuständig sind. Ein Einsatz, der die Kolleginnen und Kollegen gerade in der Corona-Krise unterstützt.
Als Schutz- und Vorsichtsmaßnahme, um eine weitere Verbreitung der Infektion mit dem Corona-Virus einzudämmen, wurden die Abläufe in allen Bereichen der Berufsfeuerwehr Gütersloh umgestellt. Die eingeteilten Dienstgruppen im Feuer- und Rettungsdienst bleiben aktuell in ihren Gruppen zusammen und wechseln nicht mehr intern die Schichten. So soll ausgeschlossen werden, dass ganze Dienstgruppen bei einem Verdachtsfall betroffen sind.
Bildzeile:
Chiara Fissenewert (l.) und Christoph Altewischer unterstützen aktuell im praktischen Dienst der Berufsfeuerwehr Gütersloh.
Außerplanmäßiger Einsatz wegen Berufsschulschließung
Notfallsanitäter-Auszubildende im praktischen Dienst
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