2. April 2022 / Allgemeines

Bericht: Weniger Wohnungseinbrüche, mehr Internet-Straftaten

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet im zweiten Pandemiejahr einem Medienbericht zufolge erneut einen Rückgang bei Einbrüchen. Corona sorgt aber für einen Anstieg in einem anderen Bereich.

Ein Kriminalbeamter sichert Spuren nach einem Einbruch.
von dpa

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im zweiten Jahr der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht bundesweit um 27,7 Prozent auf 54.236 Fälle zurückgegangen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2021 hervor, wie die «Welt am Sonntag» berichtet.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will die Statistik am Dienstag vorstellen. Die Aufklärungsquote der Einbrüche rangierte demnach bei 19,5 Prozent. Auch 2020 war die Zahl der Wohnungseinbrüche gesunken (minus 13,9 Prozent).

Ein Grund für den Rückgang der Fälle: Es gab wegen Corona weniger Gelegenheiten, denn viele Menschen waren zu Hause und arbeiteten von dort. Außerdem hätten Banden nicht so wie sonst durchs Land ziehen können, hieß es weiter. Einen Großteil der unaufgeklärten Einbrüche rechne die Polizei immer noch «reisenden Tätern» zu, berichtete die Zeitung.

Bei den Cybercrime-Straftaten wurde ein Zuwachs um 12,1 Prozent verzeichnet. Viel mehr Menschen seien im Internet unterwegs gewesen. Drastisch zugenommen habe die Verbreitung, der Erwerb und der Besitz kinderpornografischer Inhalte im Internet (plus 108,8 Prozent).

Die Zahl der versuchten und vollendeten Wohnungseinbrüche war in den Jahren 2008 bis 2015 kontinuierlich nach oben gegangen und hatte ein besorgniserregendes Niveau erreicht. Der Höhepunkt lag schließlich bei 167.136 bundesweit registrierten Fällen. Im Jahr 2016 gab es dann erstmals wieder einen Rückgang.


Bildnachweis: © Carsten Rehder/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Auf Entdeckungsreise durch Gütersloh
Veranstaltung

Stadtführungen der gtm starten wieder nach der Sommerpause

weiterlesen...
16 Stationen öffnen am Tag des offenen Denkmals
Veranstaltung

11. September: Viel Programm und Sonderführungen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Massaker an russischer Schule: Viele Kinder tot und verletzt
Allgemeines

Eine neue Bluttat an einer russischen Schule erschüttert das Land. Der Kreml spricht zwar von einem «terroristischen Akt». Aber die Beweislage dafür ist bisher dünn.

weiterlesen...
EU sichert sich 10.000 Dosen von Affenpocken-Medikament
Allgemeines

Der rückläufige Trend der Fälle von Affenpocken mache zwar Mut, doch die Bedrohung ist laut EU-Gesunheitskommissarin Kyriakides nicht überwunden. Deshalb sichert sich die EU-Kommission Zehntausende Dosen eines Medikaments.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Massaker an russischer Schule: Viele Kinder tot und verletzt
Allgemeines

Eine neue Bluttat an einer russischen Schule erschüttert das Land. Der Kreml spricht zwar von einem «terroristischen Akt». Aber die Beweislage dafür ist bisher dünn.

weiterlesen...
EU sichert sich 10.000 Dosen von Affenpocken-Medikament
Allgemeines

Der rückläufige Trend der Fälle von Affenpocken mache zwar Mut, doch die Bedrohung ist laut EU-Gesunheitskommissarin Kyriakides nicht überwunden. Deshalb sichert sich die EU-Kommission Zehntausende Dosen eines Medikaments.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner