Mehrere Tage nach dem gewaltsamen Tod einer Familie in Königs Wusterhausen haben Anwohner, Kirche und Stadt der Toten gedacht. «Wir stehen fassungslos vor dem, was geschehen ist. Wir verstehen es nicht und wir begreifen es nicht», sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Christian Stäblein, am Donnerstagabend. Zur Andacht hatten knapp zwei Dutzend Menschen in der Kirche im Ortsteil Senzig Platz genommen, andere hatten Kerzen angezündet. Auch vor dem Wohnhaus der Familie, rund zweieinhalb Kilometer entfernt, brennen noch Kerzen. Die Leichen der Eltern und ihrer drei Kinder waren am Wochenende gefunden worden. Nach den derzeitigen Ermittlungen soll der Familienvater erst die Kinder - sie waren vier, acht und zehn Jahre alt - und seine Frau und dann sich selbst mit einer Schusswaffe getötet haben. Die Fahnder fanden auch einen Abschiedsbrief des 40-Jährigen. Darin teilte der Berufsschullehrer seine Sorge vor einer Verhaftung mit, weil er das Impfzertifikat seiner Frau habe fälschen lassen. Auch habe er befürchtet, man werde ihm die Kinder wegnehmen. Der Arbeitgeber der Frau, die Technische Hochschule Wildau, hatte ihr nach dpa-Informationen eine Frist für eine Stellungnahme zu ihrem Impfnachweis gesetzt, nachdem Unstimmigkeiten aufgefallen waren. Die Frist war noch nicht abgelaufen. Die Fahnder ermitteln weiter zu den Hintergründen der Tat. Die schriftlichen Ergebnisse der Obduktion stünden noch aus - sie lägen erst in einigen Wochen vor, sagte Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Donnerstag.Abschiedsbrief gefunden
Bildnachweis: © Christophe Gateau/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gedenken an fünfköpfige Familie aus Königs Wusterhausen
Ein Mann soll seine drei Kinder, seine Frau und sich selbst getötet haben. Die Polizei ermittelt zum Tod der Familie in Brandenburg. Anwohner gedenken der fünf Toten.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
Neueste Artikel
- 12. September 2026
66,5 Millionen Jahre alte Spur eines T. rex entdeckt
Gigantisch muss der Tyrannosaurus gewesen sein, der einst durch Nordamerika stapfte - und bis heute Spuren hinterließ.
- 12. September 2026
Polizei: Mann erschießt Bruder in Seniorenheim
Schock in einem Seniorenheim in Südniedersachsen: Zwei Brüder sterben durch Schüsse. Die Polizei geht von einem «innerfamiliären» Hintergrund aus. Was bislang bekannt ist.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. September 2026
66,5 Millionen Jahre alte Spur eines T. rex entdeckt
Gigantisch muss der Tyrannosaurus gewesen sein, der einst durch Nordamerika stapfte - und bis heute Spuren hinterließ.
- 12. September 2026
Polizei: Mann erschießt Bruder in Seniorenheim
Schock in einem Seniorenheim in Südniedersachsen: Zwei Brüder sterben durch Schüsse. Die Polizei geht von einem «innerfamiliären» Hintergrund aus. Was bislang bekannt ist.






