Ein seit Monaten gesuchter Drogenboss aus Marseille ist in Marokko festgenommen worden. «Dank unserer Zusammenarbeit mit den marokkanischen Behörden, denen ich danke, wurde dem Drogenbanditentum heute ein schwerer Schlag versetzt», teilte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Samstag über X (ehemals Twitter) mit. Der Mann wurde seit Monaten von Interpol gesucht und gilt als ein entscheidender Akteur im Marseiller Drogenkrieg, wie der Fernsehsender BFMTV berichtete. Er soll der mutmaßliche Anführer einer der rivalisierenden Banden sein. Dem 33-Jährigen drohen unter anderem wegen Geldwäsche, Einfuhr und Handel von Betäubungsmitteln sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Bande zehn Jahre Haft. Drogenbanden dominieren in Frankreichs zweitgrößter Stadt ganze Wohnviertel, regelmäßig gibt es tödliche Abrechnungen. Zufallsopfer sind keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr sind in Marseille 49 Menschen bei Auseinandersetzungen im Drogenmilieu ums Leben gekommen, deutlich mehr als in den Vorjahren.
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Gefürchteter Marseiller Drogenboss festgenommen
In Frankreichs zweitgrößter Stadt bekämpfen sich aktuell rivalisierende Drogenbanden. Immer wieder kommt es zu tödlichen Auseinandersetzungen. Nun wurde einer der Anführer in Marokko festgenommen.
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