7. Februar 2022 / Allgemeines

Mutmaßlicher Polizistenmörder durfte keine Waffen besitzen

Die Tötung zweier Polizisten in Rheinland-Pfalz sorgte landesweit für Entsetzen. Jetzt werden weitere Ermittlungsdetails zu den Tätern bekannt.

Ein Kranz sowie Blumen und Kerzen liegen am Tatort an der Kreisstraße 22 bei Ulmet (Rheinland-Pfalz).
von dpa

Der 38-jährige Verdächtige im Fall der erschossenen Polizisten hat zum Zeitpunkt der Tat keine Erlaubnis zum Besitz von Waffen gehabt. Auch habe er keinen Jagdschein besessen, teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Montag unter Berufung auf die zuständige Behörde mit.

Der Mann und ein 32 Jahre alter mutmaßlicher Komplize sitzen wegen des Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord und Wilderei in Untersuchungshaft.

Bei einer Verkehrskontrolle nahe Kusel in der Pfalz waren vor einer Woche eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ein 29 Jahre alter Oberkommissar erschossen worden. Die Ermittler vermuten, dass die mutmaßlichen Täter Jagdwilderei vertuschen wollten. Der Kofferraum ihres Wagens war demnach voller erlegter Wildtiere. Die beiden Täter wurden noch am selben Tag festgenommen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wohnte der Mann in einem Haus im saarländischen Spiesen-Elversberg, allerdings nicht alleine. Dort fanden die Ermittler nach der Tat fünf Kurzwaffen, ein Repetiergewehr, zehn weitere Langwaffen, eine Armbrust sowie einen Schalldämpfer und Munition.

Der 38-Jährige, der früher einmal eine Jagdberechtigung gehabt hatte, betrieb zuletzt einen Handel mit Wildfleisch. Nach ihm war mehrere Stunden öffentlich gefahndet worden, weil am Tatort ein Ausweis von ihm lag.

Die Staatsanwaltschaft teilte weiter mit, dass sich am Tattag ein Zeuge gemeldet hatte, der das nicht mehr fahrbereite Auto der mutmaßlichen Täter nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt abgeschleppt habe. «Dieses Auto ist sichergestellt. An ihm wurden Einschüsse festgestellt, die näher untersucht werden.» Der 29-Jährige Polizist hatte noch das Feuer erwidert, bevor er selbst tödlich getroffen wurde.


Bildnachweis: © Harald Tittel/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Auf Entdeckungsreise durch Gütersloh
Veranstaltung

Stadtführungen der gtm starten wieder nach der Sommerpause

weiterlesen...
Neue Kita „Ahornallee“ bietet 88 Kindern Betreuung in modernem Gebäude
Für die ganze Familie

Stadt Gütersloh hat nun 4228 Betreuungsplätze im Angebot

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach Hurrikan «Ian»: Wiederaufbau wird Jahre dauern
Allgemeines

Nachdem «Ian» abgezogen, machte sich nun Präsident Biden ein Bild von der übrig gebliebenen Verwüstung in dem Staat an der Ostküste.

weiterlesen...
RBB: Zwei Leitungsmitglieder sollen Amt ruhen lassen
Allgemeines

In der RBB-Affäre um Vetternwirtschaft wurden die Ermittlungen ausgeweitet. Der Personalrat dringt darauf, dass die Personen, die nun ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sind, ihr Amt ruhen lassen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach Hurrikan «Ian»: Wiederaufbau wird Jahre dauern
Allgemeines

Nachdem «Ian» abgezogen, machte sich nun Präsident Biden ein Bild von der übrig gebliebenen Verwüstung in dem Staat an der Ostküste.

weiterlesen...
RBB: Zwei Leitungsmitglieder sollen Amt ruhen lassen
Allgemeines

In der RBB-Affäre um Vetternwirtschaft wurden die Ermittlungen ausgeweitet. Der Personalrat dringt darauf, dass die Personen, die nun ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sind, ihr Amt ruhen lassen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner