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Viele Jobs für die Arbeiterbienen

Viele Jobs für die Arbeiterbienen

Wie viele Bienen hat ein Bienenstock? Die sieben Mädchen und Jungen, die in den Ferienspielen der Stadt Gütersloh den Imker Veit Dreessen besucht haben, rätseln lange. „Vielleicht 100“, schlägt Emil vor. Doch es sind viel mehr. „Nämlich 30 000 bis 40 000“, klärt der Imker auf. Im Garten an der Brockhagener Straße hat Veit Dreessen, der sich bereits seit 30 Jahren der Imkerei widmet, sieben Bienenvölker.

Bevor es zu den Bienenstöcken geht, zeigen Veit Dreessen und Gisela Kuhlmann von der Umweltberatung anhand von Schaubildern, wie die Bienenvölker leben. Die Königin ist die größte, der Imker versieht sie mit einer Nummer, ihrem Geburtsjahr entsprechend. Sie wird bis zu fünf Jahre alt und legt bis zu 2000 Eier am Tag. Viel zu tun gibt es für die Arbeiterbienen. „Die müssen den Nektar sammeln“, sagt Lea.

Die Arbeiterbienen verständigen sich untereinander, wo die guten Futterquellen sind. „Wenn eine Biene etwas besonders Ergiebiges entdeckt hat, „tanzt“ sie in leichten Schwingbewegungen den Weg und das Volk folgt ihr“, sagt der Imker. Die Arbeiterbienen müssen aber auch die Brut wärmen, die Larven füttern, putzen und das Flugloch kontrollieren, damit keine Feinde eindringen. Die Kinder erfahren, dass es die Drohnen, die männlichen Bienen, die keinen Stachel haben, fast am besten haben. „Die werden eigentlich nur durchgefüttert“, sagt Veit Dreessen.  

Um die Bienen in den Stöcken zu halten und ihren Honig zu ernten, muss der Imker sie hegen und pflegen. Um zu verhindern, dass sich das Volk teilt und einen Schwarm bildet, muss Veit Dreessen dem Volk  Raum geben, indem er eine weitere Zargen hinzugibt. Später wird ein Honigraum aufgesetzt, um Platz zu schaffen für die (Winter-)Vorräte der Bienen. Im Wachs können sich im Laufe der Zeit auch Schadstoffe aus der Umwelt anreichern. Deshalb müssen die alten Waben regelmäßig herausgenommen und erneuert werden.

Das Rähmchen aus Holz, in dem die Bienen ihre Waben bauen, fertigt der Imker selbst an. Den Ferienspielkindern zeigt er, wie das geht und sie dürfen selbst die Rahmen basteln. Anschließend gibt es Honigbrote und es macht Spaß, sich das süße Naturwunder auf der Zunge zergehen zu lassen.

Bild: Nur die Drohne hat keinen Stachel: Alessia traut sich, sie auf den Finger zu nehmen.

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