Kinderkontakt von Anfang an

Kinderkontakt von Anfang an

Eine gelungene Kombination aus Theorie und Praxis – das macht das Angebot der Praxisintegrierten Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin (PIA) der Stadt Gütersloh zu etwas ganz Besonderem. Bei einem Informationsabend informierte Jürgen Schröder aus dem Bereich der Personalorganisation und –entwicklung der Stadt Gütersloh kürzlich junge Menschen, die sich für eine solche Ausbildung interessieren, über die Voraussetzungen, den Aufbau und die Besonderheiten der PIA. Unterstützung bekam er vom Bildungsgangleiter Johan La Gro und die Verantwortliche für die PIA-Konzeption, Mirjam Mertens, beide vom Berufskolleg Reckenberg in Rheda-Wiedenbrück, sowie von Anne Stamm, Leiterin der städtischen Tageseinrichtung für Kinder (TEK) Wöstmannsweg und der PIA-Auszubildenden Chiara Hübner.

„Man bekommt eine sehr guten Einblick in die Entwicklung der Kinder und kann auch langfristige Bindungen zu ihnen aufbauen“, weiß Anne Stamm die Vorteile der PIA zu schätzen. Anders als bei einer klassischen Erzieherausbildung, die aus zwei Jahren Unterricht an einem Berufskolleg und einer einjährigen Praxisphase in einer TEK besteht, setzt die PIA auf eine Kombination von Theorie und Praxis von Anfang an. Jede Woche besteht zu gleichen Teilen aus Schul- und Praktikumstagen. Im ersten Lehrjahr der dreijährigen Ausbildung sind drei Schultage in einer Fachschule für Sozialpädagogik eingeplant und in den beiden letzten Jahren jeweils zwei. Den Rest der Arbeitswoche verbringen die Auszubildenden in den TEKs und können hier das Erlernte direkt anwenden. „Dadurch, dass man die ganzen drei Jahre der Ausbildung zusammen arbeitet, lernt man sich besser kennen und überträgt den PIA-Auszubildenden auch mehr Verantwortung“, spricht die Leiterin der TEK Wöstmannsweg aus Erfahrung.

Die Stadt Gütersloh hat insgesamt 22 Kindertagesstätten und bildet Erzieher sowohl in der klassischen als auch in der praxisintegrierten Form aus – mit Übernahmeperspektive. Die PIA wird in diesem Jahr bereits zum vierten Mal von der Stadt Gütersloh angeboten. Gab es 2015 lediglich vier Ausbildungsplätze, können dieses Jahr bereits sechs Stellen angeboten werden. Bewerbungen werden schon jetzt bei der Stadt Gütersloh und dem kooperierenden Berufskolleg Reckenberg entgegen genommen. Nur wenn die Auszubildenden sowohl von der Stadt Gütersloh, als auch von einer Fachschule für Sozialpädagogik die Zusage haben, ist eine Ausbildung möglich. Während bei der Stadt kein fester Bewerbungsschluss vorgegeben ist, endet die Bewerbungsphase beim Reckenberg Berufskolleg am  23. Februar. Ausbildungsbeginn ist der 1. August dieses Jahres. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und dem Ablauf der praxisintegrierten Erzieherausbildung finden sich unter: www.ausbildung.guetersloh.de

Geballtes Wissen: Jürgen Schröder von der Stadt Gütersloh informierte über das praxisintegrierte Ausbildungskonzept zum Erzieher.

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