In Teilen Deutschlands wird es am Wochenende stürmisch. Regional kann es auch Hochwasser geben. In den Staulagen der westlichen und zentralen Mittelgebirge sowie des Schwarzwaldes fallen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bis Sonntagmittag 30 bis 40 Liter Niederschläge pro Quadratmeter, stellenweise um 50 Liter pro Quadratmeter binnen 18 bis 24 Stunden. Der Dauerregen klinge dann im Laufe des Vormittags ab, im Schwarzwald erst am Nachmittag. Für einige Bereiche in Nordrhein-Westfalen gab der DWD am Samstag wegen anhaltender Regenfälle eine Unwetterwarnung heraus. Sie wurde für den Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Olpe, den Märkischen Kreis, Oberbergischen Kreis, die Stadt Remscheid und die Stadt Wuppertal vorerst bis Sonntagmorgen ausgesprochen. Mit dem Regen einher geht in NRW starker bis stürmischer Wind. Der Regen könnte angesichts der «gesättigten Böden» die Wasserstände der Gewässer in den betroffenen Einzugsgebieten etwa von Ruhr, Wupper und Sieg nach einer zwischenzeitlichen Entspannung wieder steigen lassen, teilte ein Sprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mit. In Hessen könnte durch weitere Regenfälle am Sonntag punktuell die höchste Hochwassermeldestufe erreicht werden. An den Pegeln Marburg und Gießen-Klärwerk sei Stufe 3 möglich, erklärte eine Sprecherin des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG): «Durch den Dauerregen und die Durchfeuchtung der Böden könnte diese zweite Hochwasserwelle insgesamt höher ausfallen als die erste.» Ab der Meldestufe 3 werden Ortschaften vom Hochwasser eingeschlossen, Straßen sind unpassierbar. Im hessischen Lahngebiet gab es bereits Überschwemmungen. In Heuchelheim bei Gießen retteten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr zwei Autofahrer mit ihren Fahrzeugen von einer überschwemmten Straßen. Der Bereich in der Gemeinde Heuchelheim sei eindeutig gesperrt gewesen, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte. Trotzdem seien die Fahrer in den Bereich eingefahren und dann mit den Fahrzeugen liegen geblieben. Die Retter seien daraufhin mit einem Unimog angerückt und hätten die Fahrzeuge aus dem Wasser gezogen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Nach starkem Dauerregen in den vergangenen Tagen sind auch die Flüsse im Norden Bayerns stark angeschwollen. Am Oberen Main seien vereinzelt die Hochwasser-Meldestufen 1 und 2 überschritten, teilte der Hochwassernachrichtendienst Bayern heute (Stand: 10.00 Uhr) mit. Besonders betroffen sind die Landkreise Coburg, Kronach und Lichtenfels. Hier könnten auch einzelne bebaute Gebiete überschwemmt werden. Auch kleinere Gewässer ohne Warnpegel könnten hier über die Ufer treten. Hohe Wasserstände und leichte Überschwemmungen kann es nach Informationen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt auch im nördlichen Unterfranken sowie in Oberfranken geben, etwa im Raum Aschaffenburg, in Bad Kissingen oder rund um Bayreuth. Im Laufe des Sonntags soll sich der Rügen zurückziehen. Aber es bleibt wohl ungemütlich: «Der morgige Sonntag steht voll im Zeichen von Sturmtief "Frederic"», erklärte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Samstag. An der Nordsee soll es laut Prognose die ersten Sturmböen geben. Überschwemmungen und Hochwasser in Hessen
Starker Dauerregen in Nordbayern
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Regen kann am Wochenende teils auch Hochwasser bringen
Angesichts der starken Regenfälle in NRW hat der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgegeben. Demnach könnten die Wasserstände wieder steigen.
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