11. April 2024 / Kreis Gütersloh

Vogelbrut braucht Ruhe

Rietberg/Gütersloh. Zum Schutz der seltenen Vogelarten sind bestimmte Wege in Naturschutzgebieten (NSG) während der...

Veröffentlicht am 11. April 2024 um 09:38 Uhr von Beate Behlert

Rietberg/Gütersloh. Zum Schutz der seltenen Vogelarten sind bestimmte Wege in Naturschutzgebieten (NSG) während der Brutzeit gesperrt. Im NSG Rietberger Emsniederung ist das Betreten des Verbindungsweges von der Markenstraße bis zur Straße ‚Zur Antfängers Mühle‘ nicht gestattet. Trotz des Hinweisschildes ‘Stop-Wiesenvögel’ wird diese Regelung oft ignoriert – ganz zum Leidwesen der unteren Naturschutzbehörde (uNB). „Brut braucht Ruhe, da stört schon des Menschen Anwesenheit. Ja, auch ‚nur kurz‘ oder ‚nur einmal‘ oder ‚nur mit angeleintem Hund‘“, sagt Luis Ritzenhoff, der das Gebiet betreut.


Die uNB macht Spaziergänger erneut darauf aufmerksam dass das Betreten dieses Weges während der Brutzeit vom 1. März bis zum 15. Juli verboten ist. Zusatzschilder informieren in Kürze über den Zeitraum der Sperrung.

Die zuständigen Naturschutzwächterinnen berichten zunehmend von Menschen, die joggend, beim Spaziergang mit ihrem freilaufenden Hund, per Rad oder auf dem Pferd den Weg nutzen und das Schild ‚übersehen‘. Dies führt zu gravierenden Konsequenzen für die dort brütenden Vögel:

Sie verlassen ihre Nester, die Eier kühlen ab und der Nachwuchs kann nicht ausgebrütet werden. Es gehe hier darum, Vorbild zu sein und Verantwortung auch für künftige Generationen zu übernehmen – damit Arten erhalten werden.



 Naturverträgliches Miteinander ist möglichDa die Bestände der Wiesenvögel stetig abnehmen, müssen die wenigen verbliebenden Bereiche, die den Tieren noch als geeignete Brut- und Aufzuchtflächen zur Verfügung stehen, vor jeglicher Störung geschützt werden. Das ist der Sinn von Schutzgebieten. Der Mensch in seiner Freizeit wird von der Natur nicht ausgeschlossen. „Das Wichtigste ist, beim eigenen Naturgenuss verantwortlich zu handeln, also Ruhe ins Gebiet zu tragen. Es gibt genügend freie Wege. Ab Mitte Juli ist die Brut sicher vorbei, dann fällt diese kleine Einschränkung weg“, so Ritzenhoff. Sein Appell: „ Bitte leinen Sie im gesamten NSG Ihre Hunde an, verlassen Sie die Wege nicht. Gesperrte Bereiche schützen die sensibelsten Zonen. Meiden Sie diese während der Brutzeit.“

 

Weitere Informationen zum Gebiet und Kontaktdaten: www.kreis-guetersloh.de/nsg-rietberger-emsniederung

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)


Bildnachweis/Bildinformationen: Kiebitz in einer Wasserlache. Zur Brutzeit brauchen die Kiebitze Ruhe. Werden Sie aufgescheucht, so haben Nesträuber leichte Beute. Foto: Rolf Behlert

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