26. Januar 2021 / Aktuell

IHK-Blitzumfrage: Große Skepsis gegenüber Pflicht zum Homeoffice

Homeoffice funktioniert in den meisten Fällen bereits

Veröffentlicht am 26. Januar 2021 um 10:00 Uhr

Eine Blitzumfrage der IHK Ostwestfalen ergab, dass neun von zehn befragten Unternehmen eine gesetzliche Verpflichtung zum Homeoffice ablehnen. Aktuelle Zahlen besagen, dass Homeoffice in vielen Unternehmen bereits Alltag ist.

Pressemitteilung der IHK Ostwestfalen:

Die ostwestfälischen Unternehmen lehnen eine gesetzliche Pflicht zum Homeoffice mit großer Mehrheit ab. Das ergab eine Blitzumfrage der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) nach den Beschlüssen der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 19. Januar 2021. Insgesamt nahmen 160 Firmen an der Umfrage teil. Neun von zehn Befragten lehnen demnach eine gesetzliche Verpflichtung ab. »Hierin spiegeln sich vor allem Bedenken gegenüber einer unnötigen Bürokratie wider«, bewertet die IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke die Umfrageergebnisse. »Die Betriebe selbst haben das größte Interesse daran, Corona-Infektionen zu vermeiden, um ihre Mitarbeitenden zu schützen und den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Dazu bedarf es keiner Pflicht und keiner Bußgelder.« 

Homeoffice ist laut der IHK-Umfrage bereits Alltag in den ostwestfälischen Betrieben. 88 Prozent der befragten Firmen gaben an, Homeoffice im Rahmen der Pandemie ausgeweitet zu haben, davon knapp drei Viertel sogar massiv. Nur 12 Prozent nutzten die Möglichkeiten von Homeoffice nicht, weil die Tätigkeitsfelder dies nicht zuließen. »Das Arbeiten von zu Hause wird aktuell bereits massiv genutzt, aber für viele Beschäftigte ist es aufgrund ihrer Tätigkeitsfelder gar keine Option. Gerade in einer industriestarken Region wie Ostwestfalen hat Homeoffice auch Grenzen«, erläutert Pigerl-Radtke.

Homeoffice funktioniere dabei in den meisten Fällen. 25 Prozent der Betriebe seien damit sehr zufrieden, weitere 61 Prozent zumindest eher zufrieden. »Verstärktes Homeoffice wird auch nach der Pandemie bleiben«, schätzt Pigerl-Radtke. Nur 31 Prozent wollen oder müssten wieder zur Präsenzkultur zurück, 17 Prozent haben vor, Homeoffice auch nach der Pandemie auszuweiten, und die Mehrheit (52 Prozent) will zukünftig beides kombinieren. 
Die Unternehmen haben im Zuge der Pandemie die Möglichkeiten ausgeweitet und mehrheitlich auch in Hard- und Software investiert, so ein weiteres Ergebnis der IHK-Umfrage. Aber es gebe auch Hindernisse: Die familiäre Situation der Beschäftigten und unzureichende Breitbandverfügbarkeit bei den Beschäftigten vor Ort wurden am häufigsten genannt.

Auch Hürden wie die technische Ausstattung der Beschäftigten und die Themen Datenschutz und Cyberkriminalität seien nicht trivial. Die IHK-Hauptgeschäftsführerin: »Die technische Ausrüstung kann sich nicht jeder Betrieb leisten und nicht jeder Arbeitnehmer kann und möchte seine Wohnung zum Arbeitsplatz umbauen; diese Entscheidungen sollten auf betrieblicher Ebene gefasst werden«.

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Allgemeines

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Stadt Gütersloh

Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.

weiterlesen...
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
Stadt Gütersloh

22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Tötungsdelikt in Supermarkt – Verdächtiger schwer verletzt
Allgemeines

Nach einer tödlichen Attacke in einem Supermarkt sichert die Polizei den Tatort. Die Ermittlungen laufen, der mutmaßliche Täter ist schwer verletzt.

weiterlesen...
Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
Allgemeines

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Café Connect feiert zehnjähriges Jubiläum in Gütersloh
Aktuell

Das Café Connect in Gütersloh feiert zehn Jahre Unterstützung für Geflüchtete.

weiterlesen...
Warnstreik bei Marten in Gütersloh am 11. Mai angekündigt
Aktuell

NGG ruft Marten-Beschäftigte in Gütersloh zum Warnstreik am 11. Mai auf.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner