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Gütersloher Ausbildungsperspektive

Gütersloher Ausbildungsperspektive

Es geht gar nicht darum, immer der Beste zu sein, sondern darum zu erkennen, wo ich Hilfe brauche und wer mich unterstützt“, erinnert Thomas Richter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bielefeld, die Jugendlichen vor ihm. Richter ist gemeinsam mit Bürgermeister Hennig Schulz Schirmherr des Projekts Gütersloher Ausbildungsperspektive. Die Idee dahinter: Eine berufliche Perspektive für alle finden. Dies ist den 113 Jugendlichen der Hauptschulen Ost und Nord, die jetzt entlassen werden, gelungen. Nun wurden sie bei der Abschlussveranstaltung des Programmes in der Weberei verabschiedet.

Im neunten Jahrgang, vor gut einem Jahr, haben 101 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Richter und Schulz die Vereinbarung zur Ausbildungsperspektive unterschrieben. Es wurde vertraglich festgehalten, welche Pflichten und Anforderungen die Schüler einerseits erfüllen müssen und welche Angebote ihnen andererseits garantiert werden. So gibt es, dank des Engagements der Bürgerstiftung Gütersloh, für die Schüler die Möglichkeit in einem oder mehreren Fächern kostenlose Nachhilfe zu bekommen. Auch setzt das Programm auf verstärkte Beratung bei der Berufsorientierung und individuelle Fördergespräche. Aber auch die Schüler müssen etwas leisten. Schließlich haben auch sie den Vertrag unterschrieben. So dürfen die Schüler keine unentschuldigten Fehlstunden auf ihrem Zeugnis der letzten beiden Jahre aufweisen, sie sollen sich sozial engagieren und aktiv Bewerbungen schreiben. Das Programm, das mittlerweile im achten Jahr läuft, ist ein Erfolg. Das zeigen auch die diesjährigen Zahlen. Mehr als die Hälfte der Schüler haben ihre Noten verbessert. An die 60 Prozent lernen auch im nächsten Schuljahr weiter, um an einer anderen Schule einen höheren Abschluss zu erlangen. Mehr als 40 Prozent werden im Sommer eine Ausbildung beginnen. 13 Jugendliche wurden über das Programme direkt an Unternehmen vermittelt, die eng mit dem Projekt zusammenarbeiten. Für Bürgermeister Henning Schulz ist diese Quote ein besonderer Erfolg: „Ich möchte jedem, der jetzt eine Ausbildung beginnt, sagen: Die Unternehmen brauchen euch. Wir brauchen euch. Eine Ausbildung lohnt sich immer. Und hier mit unseren Partnern aus der Wirtschaft habt ihr tolle Möglichkeiten. Dafür möchte ich mich auch bei den Unternehmern, unseren Partnern in diesem Projekt, bedanken.“  Schulz bedankte sich außerdem für das Engagement der Bürgerstiftung und für die Arbeit der Lehrkräfte, Übergangscoaches und Berufsberater der Agentur für Arbeit.

Zum lockeren Ausklang der Veranstaltung und als Beginn der Abschlussfeier trat ein alter Bekannter des Programmes auf. Der Rapper Hatemo hat vor sieben Jahren auch mitgemacht bei der Gütersloher Ausbildungsperspektive und hat, so erzählt er zwischen seinen Songs, das Programm in guter Erinnerung.

Bild: Freuen sich über die neuen Perspektiven: Nina Spallek (Bürgerstiftung Gütersloh), Thomas Richter (Agentur für Arbeit Bielefeld), Bürgermeister Henning Schulz, Uwe Heidemann (Leiter beider Hauptschulen) zusammen mit einigen Absolventen.

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