Ein Wintereinbruch am Wochenende hat in Teilen Deutschlands zu weißen Landschaften und teils auch zu Problemen im Verkehr geführt. So gab es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in einigen Regionen in der Nacht zum Sonntag «ordentliche» Mengen Neuschnee. In Teilen Hessen sorgten umgestürzte Bäume am Morgen für Behinderungen auf den Straßen. Auch im Erzgebirge schneite es am Wochenende kräftig, vor allem über 600 Metern bildete sich wieder eine Schneedecke. Schnee-Spitzenreiter war am Sonntag eine Wetterstation im oberbayerischen Kreuth-Glashütte, wo 26 Zentimeter registriert wurden, wie der Diplom-Meteorologe Lars Kirchhübel vom DWD in Offenbach sagte. Immerhin 16 Zentimeter fielen nach seinen Worten in Bad Brambach-Hohendorf im Vogtlandkreis in Sachsen, in Bad Hindelang im Allgäu und in Borgentreich im Osten von Nordrhein-Westfalen. Für die Station Borgentreich, die seit 1979 besteht, sei dies der bislang höchste gemessene Wert für einen Apriltag, sagte Kirchhübel. Bereits am Samstag hatten Schnee, Hagel, Glatteis und starker Regen für zahlreiche Unfälle im Straßenverkehr gesorgt. Kalt und winterlich beginnt wohl auch die neue Woche. Für die Nacht zu Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Tiefstwerte von bis zu minus sechs Grad. Tagsüber dürfte sich der Himmel dann wechselnd bis stark bewölkt zeigen. An den Alpen sollen länger anhaltende Niederschläge fallen, teils bis in tiefere Lagen als Schnee. Die Meteorologen rechnen vor allem im Norden und Westen sowie in der Mitte von Deutschland mit Schauern. Die Höchsttemperaturen am Montag liegen den Vorhersagen zufolge bei drei bis elf Grad. Der Fokus beim Wetter wechsele zunehmend vom Schnee zum Frost, erläuterte der DWD-Meteorologe Kirchhübel. Die tiefen nächtlichen Temperaturen seien für die schon weit vorgedrungene Pflanzenwelt gefährlich, warnte er. «Vor allem gerade blühende Gewächse sind gefährdet und müssen geschützt werden.» In der Nacht zum Dienstag kann es wieder Frost bis minus sieben Grad geben. Am Dienstag bleibt es den Vorhersagen zufolge im Süden stark bewölkt und vor allem vom Hochrhein bis nach Ostbayern fällt Regen, oberhalb von 600 bis 900 Metern gibt es Schnee. In den übrigen Teilen von Deutschland ist es weitgehend trocken, im Tagesverlauf kann an der Nordsee Regen einsetzen, wie der DWD weiter mitteilte. Die Höchstwerte liegen bei sechs bis zwölf Grad, an den Alpen kühler. Die Nacht zum Mittwoch ist dann den Vorhersagen zufolge nicht mehr ganz so frostig In Nord- und Osthessen gab es durch den Schnee am Sonntagmorgen laut Polizei einige wetterbedingte Verkehrsunfälle, aber keine Schwerverletzten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren die gemessenen Neuschneehöhen «ordentlich». Beispielsweise seien im nordhessischen Bad Hersfeld in nur wenigen Stunden zehn Zentimeter gefallen. Einige Strecken in Hessen waren nicht mehr befahrbar. Neben Bundes-, Land- und Kreisstraßen war auch die Autobahn 7 in Richtung Norden betroffen. Auch anderswo fiel Schnee. So knickten in Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zu Sonntag etliche Bäume unter der Schneelast um. Wie die Polizei berichtete, entstanden dadurch rund 20 Gefahrenstellen. Helfer der örtlichen Feuerwehren beseitigten die umgestürzten Bäume und räumten die Straßen frei. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet auch heute noch mit Schnee und Glätte. Der Schneefall soll sich demnach jedoch langsam Richtung Alpen zurückziehen. Doch auch von der Ostsee bis ins Binnenland hinein könne man Schneeschauer erwarten - dadurch seien mancherorts auch Schneedecken und Glätte möglich. Insbesondere in den Mittelgebirgen, im Südschwarzwald und den Alpen wird Schnee erwartet. Im Bergland sei ab etwa 400 Metern Höhe mit Glätte zu rechnen. Ansonsten wird der Tag laut DWD meist wechselnd bis stark bewölkt, im Norden, Westen und Teilen der Mitte seien Regenschauer wahrscheinlich, im Bergland Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen bei drei bis elf Grad. In der Früh und in der Nacht wird es frostig bei Tiefsttemperaturen von bis zu minus zehn Grad.Es geht vom Schnee zunehmend zum Frost
Wetterdienst: Schnee und Glätte auch zum Wochenstart möglich
Bildnachweis: © Marius Bulling/dpa
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Spätes Winterwetter in Teilen von Deutschland
Laut einem Sprichwort macht der April, was er will. Derzeit will er es kalt und nass. Das bringt einerseits schöne Winterlandschaften, andererseits auch glatte Straßen. Es bleibt erstmal frostig.
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