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22 Ideen für einen lebendigen Garten

Gemüse im Hochbeet vor der Terrasse anbauen, einen Teil der Hausfassade begrünen oder den eigenen Garten zu einem Paradies für Schmetterlinge und Wildbienen machen: Diese Themen liegen im Trend. Das Interesse an umweltbewusster Lebensführung und naturnaher Gartengestaltung ist in der Gesellschaft deutlich gestiegen. Das zeichnet sich auch am Zuspruch zur  Themenreihe „Lebendige Gärten in Gütersloh“ ab, die seit fünf Jahren in Zusammenarbeit der Volkshochschule Gütersloh mit dem Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh und mehreren Referenten durchgeführt wird. Mit 22 Veranstaltungen werden im Jahresprogramm 2019/20 mehr als je zuvor angeboten – eine Reaktion auf die gestiegene Nachfrage. Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung bei der VHS erforderlich und eine Gebühr zu entrichten.
 
Das Programm ist vielfältig: Es besteht aus praktischen Workshops, Führungen und Vorträgen. Neu im Angebot sind drei Veranstaltungen. Da ist einmal der Besuch des Obst-Arboretums im Tierpark Olderdissen in Bielefeld (13. September). Es stellt mit seinen mehr als 300 Apfelsorten die größte Sammlung alter Obstsorten in Nordrhein-Westfalen dar. Die Bedeutung alter Sorten für Allergiker wird ebenso ein Thema sein wie Maßnahmen gegen die Apfelmade. „Grüne Gebäude in Gütersloh“ stehen am 13. November im Mittelpunkt: Die Stadt Gütersloh hat im April ein Förderprogramm zur Begrünung von Fassaden und Dächern aufgelegt. Felix Mollenhauer vom Bundesverband GebäudeGrün e.V. erklärt interessierten Hauseigentümern, was zu beachten ist, und stellt Beispiele aus der Praxis vor. Hinein in die „Wunderwelt Wiese“ zieht am 8. Oktober eine faszinierende Multivisionsschau von Roland Günter. Durch Makro- und Nahaufnahmen von Tieren und Pflanzen lässt der Naturfotograf den Lebensraum Wiese auf fesselnde Weise lebendig werden.
 
Mit einem Vortrag über Alternativen zum Buchsbaum im eigenen Garten (6. November) reagieren die Veranstalter auf ein hochaktuelles Thema – den Buchsbaumzünsler, der landauf, landab die Buchsbäume vernichtet. Die Gartenbau-Ingenieurin und Buchautorin Dr. Heidi Lorey zeigt Handlungsmöglichkeiten und neue Gestaltungsideen für den Garten auf. Die Garten- und Landschaftsarchitektin Tanja Minardo stellt in einem anderen Vortrag pflegeleichte Stauden vor. Weitere Themen sind unter anderem Gemüseanbau, Wildkräuterküche und der Bio-Garten. Entlang der Dalke führen eine Foto-Exkursion und ein Kräuterspaziergang mit Daniela Toman.
 
„Die Reihe ist von Anfang an sehr erfolgreich gelaufen“, so Dr. Elmar Schnücker, Leiter der Volkshochschule Gütersloh. Einen Grund sieht er in der Vielfalt des Themenangebots: „Die Veranstaltungen sind pragmatisch zugeschnitten. Jeder kann etwas für seinen eigenen Garten herausziehen.“ Beate Gahlmann von der Umweltberatung der Stadt Gütersloh betont: „Die Hemmschwelle ist bewusst niedrig gehalten.“ Ihre Kollegin Gisela Kuhlmann erläutert, warum: „Wir wollen den normalen Gartenbesitzer ansprechen und nicht nur die, die sich mit Ökologie bereits gut auskennen.“ Und das gelingt gut. Die meisten Veranstaltungen waren in den vergangenen Jahren ausgebucht. Das Interesse zieht sich durch alle Altersgruppen. „Wir haben viele junge Familien dabei, die zum Beispiel lernen wollen, wie man Früchte und Gemüse im Garten anbaut“, berichtet Dozentin Heidi Lorey.
 
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.vhs-gt.de. Anmeldungen nimmt die Volkshochschule entgegen. 
 
Bildzeile: Laden zu den Vorträgen, Exkursionen und Workshops der Themenreihe „Lebendige Gärten in Gütersloh“ ein: (v. l.) Gisela Kuhlmann (Umweltberatung der Stadt Gütersloh), Dr. Elmar Schnücker (Leiter der Volkshochschule Gütersloh), Beate Gahlmann (Umweltberatung der Stadt Gütersloh) und die Referentinnen Tanja Minardo, Dr. Heidi Lorey und Daniela Toman.

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